{"id":339,"date":"2018-05-04T09:16:11","date_gmt":"2018-05-04T07:16:11","guid":{"rendered":"http:\/\/petra-bartoli.de\/?p=339"},"modified":"2018-05-14T12:55:37","modified_gmt":"2018-05-14T10:55:37","slug":"wie-alles-begann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/petra-bartoli.de\/index.php\/wie-alles-begann\/","title":{"rendered":"Wie alles begann&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Der Startpunkt meiner Arbeit als Schriftstellerin waren nicht die ersten Worte, die ich f\u00fcr meinen Erstlingsroman geschrieben habe. Auch nicht das Basteln an der Geschichte. Der Beginn liegt viel weiter zur\u00fcck. Um genau zu sein: Alles begann in einer Supervisionsstunde, die ich vor ziemlich genau 15 Jahren gemeinsam mit meinem damaligen Team besucht habe.<\/p>\n<p>Ich arbeitete zu dieser Zeit als Sozialp\u00e4dagogin mit Jugendlichen, die echte Schwierigkeiten hatten. Deshalb besprachen meine Kolleg*innen und ich unsere F\u00e4lle regelm\u00e4\u00dfig mit einer Supervisorin, die uns half, unseren Blickwinkel zu \u00e4ndern und neue Ans\u00e4tze zu entwickeln. In einer dieser Supervisionsstunden machte unsere Supervisorin eine ganz besondere \u00dcbung mit uns: Sie lud uns dazu ein, Visionen zu entwickeln. &#8220;Wo seht Ihr Euch in f\u00fcnf Jahren?&#8221;, lautete ihre Frage, zu der wir uns Gedanken machen sollten. Meine Kolleg*innen \u00fcberlegten sich, dann beispielsweise eine Leitungsfunktion zu haben oder in einem anderen Bereich t\u00e4tig zu sein. Als ich an der Reihe war, meine Visionen in Worte zu fassen, brach es aus mir heraus: &#8220;Ich bin dann nicht mehr im sozialen Bereich t\u00e4tig. In f\u00fcnf Jahren bin ich Schriftstellerin.&#8221;<\/p>\n<p>Dieser Satz sorgte f\u00fcr den Lacher des Tages. Meine Kolleg*innen am\u00fcsierten sich k\u00f6stlich dar\u00fcber und hielten meine Idee f\u00fcr einen Witz. Meine Supervisorin nicht. Sie nahm mich nach der Stunde beiseite und sprach mich darauf an. Wenn es mir wirklich ernst mit dieser Idee sei, dann h\u00e4tte sie etwas f\u00fcr mich. &#8220;Meine Schwester ist Schriftstellerin. Wenn Du soweit bist, dann ruf sie einfach an.&#8221;<\/p>\n<p>Es sollte noch Jahre dauern. Die Telefonnummer h\u00fctete ich in all dieser Zeit wie einen Schatz. \u00dcbertrug sie Jahr f\u00fcr Jahr in das beiliegende Adressbuch meines aktuellen Taschenkalenders. Vier Jahre sp\u00e4ter war mein erster Roman fertig. Ich traute mich kaum, die so lange aufgehobene Nummer zu w\u00e4hlen. Nahm dann aber all meinen Mut zusammen und rief an. Am anderen Ende der Leitung war dann tats\u00e4chlich eine &#8220;echte&#8221; Schriftstellerin: <a href=\"https:\/\/www.lotte-kinskofer.de\/startseite.html\">Lotte Kinskofer<\/a>. Sie wurde in den ersten Jahren meiner Gehversuche als Schriftstellerin meine Mentorin. Daf\u00fcr bin ich ihr noch heute dankbar! So hat also alles begonnen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Startpunkt meiner Arbeit als Schriftstellerin waren nicht die ersten Worte, die ich f\u00fcr meinen Erstlingsroman geschrieben habe. Auch nicht das Basteln an der Geschichte. Der Beginn liegt viel weiter zur\u00fcck. Um genau zu sein: Alles begann in einer Supervisionsstunde, die ich vor ziemlich genau 15 Jahren gemeinsam mit meinem damaligen Team besucht habe. 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