Die Geburtsstunde meines ersten Romans

Mein erster Roman, den ich veröffentlicht habe, ist eine ganz besondere Geschichte. Sie ist nämlich eine Herzensgeschichte und im weitesten Sinne ein Vermächtnis, das ich bekommen und weitergegeben habe. Das hört sich jetzt doch sehr pathetisch an, merke ich. Darum fange ich lieber anders an, davon zu erzählen:

Den Mut, wirklich ernsthaft zu schreiben, fasste ich nach einem ziemlich traurigen Ereignis: Meine Oma war gestorben. Als ich klein war, war sie es, die mir Geschichten erzählte und mich in meiner Phantasie mit in andere Welten nahm. Das waren in der Regel keine Traumwelten, sondern vielmehr die Vergangenheit, in der sie selbst großgeworden war. So erfuhr ich über die Zeit kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende, über Kriegswirren und Wiederaufbau – und über ihr Leben damals als Mädchen und junge Frau auf dem Land.

Diese Geschichten faszinierten mich so sehr, dass ich mir immer vorgenommen hatte, sie auch einmal meiner Tochter zu erzählen. Als meine Oma dann starb, war mir schlagartig klar: Wenn ich die Geschichten jetzt nicht irgendwie festhalte, gehen sie verloren.

So begann ich, die Episoden aus dem Leben meiner Großmutter aufzuschreiben. Nach und nach merkte ich, dass daraus etwas ganz Neues entstand. Die Oma-Erzählungen waren nur noch die Grundidee. Ich begann, über die Zeit zwischen 1914 und 1955 zu recherchieren. Das Ergebnis war eine fiktionale Geschichte über eine junge Frau und ihre Großmutter mit Gegenwartstexten und Rückblenden: Glückssachen war entstanden.

Wie alles begann…

Der Startpunkt meiner Arbeit als Schriftstellerin waren nicht die ersten Worte, die ich für meinen Erstlingsroman geschrieben habe. Auch nicht das Basteln an der Geschichte. Der Beginn liegt viel weiter zurück. Um genau zu sein: Alles begann in einer Supervisionsstunde, die ich vor ziemlich genau 15 Jahren gemeinsam mit meinem damaligen Team besucht habe.

Ich arbeitete zu dieser Zeit als Sozialpädagogin mit Jugendlichen, die echte Schwierigkeiten hatten. Deshalb besprachen meine Kolleg*innen und ich unsere Fälle regelmäßig mit einer Supervisorin, die uns half, unseren Blickwinkel zu ändern und neue Ansätze zu entwickeln. In einer dieser Supervisionsstunden machte unsere Supervisorin eine ganz besondere Übung mit uns: Sie lud uns dazu ein, Visionen zu entwickeln. „Wo seht Ihr Euch in fünf Jahren?“, lautete ihre Frage, zu der wir uns Gedanken machen sollten. Meine Kolleg*innen überlegten sich, dann beispielsweise eine Leitungsfunktion zu haben oder in einem anderen Bereich tätig zu sein. Als ich an der Reihe war, meine Visionen in Worte zu fassen, brach es aus mir heraus: „Ich bin dann nicht mehr im sozialen Bereich tätig. In fünf Jahren bin ich Schriftstellerin.“

Dieser Satz sorgte für den Lacher des Tages. Meine Kolleg*innen amüsierten sich köstlich darüber und hielten meine Idee für einen Witz. Meine Supervisorin nicht. Sie nahm mich nach der Stunde beiseite und sprach mich darauf an. Wenn es mir wirklich ernst mit dieser Idee sei, dann hätte sie etwas für mich. „Meine Schwester ist Schriftstellerin. Wenn Du soweit bist, dann ruf sie einfach an.“

Es sollte noch Jahre dauern. Die Telefonnummer hütete ich in all dieser Zeit wie einen Schatz. Übertrug sie Jahr für Jahr in das beiliegende Adressbuch meines aktuellen Taschenkalenders. Vier Jahre später war mein erster Roman fertig. Ich traute mich kaum, die so lange aufgehobene Nummer zu wählen. Nahm dann aber all meinen Mut zusammen und rief an. Am anderen Ende der Leitung war dann tatsächlich eine „echte“ Schriftstellerin: Lotte Kinskofer. Sie wurde in den ersten Jahren meiner Gehversuche als Schriftstellerin meine Mentorin. Dafür bin ich ihr noch heute dankbar! So hat also alles begonnen…

10 Jahre Petra Bartoli y Eckert

Jetzt ist es soweit! Zehn Jahre: Das ist zweistellig. Eine ganze Dekade. Ziemlich lange oder vergangen wie im Flug – je nach Sichtweise. Zehn Jahre bedeutet: den Kinderschuhen entwachsen, schon um einige Erfahrungen reicher, nicht mehr grün, sondern bunt hinter den Ohren.

Ich feiere dieses Jahr mein 10-jähriges Autorinnen-Jubiläum und Ihr seid meine Gäste! Wie es sich für einen richtigen Geburtstag gehört, gibt es natürlich auch Geschenke. Dieser Blog, in dem ich über die vergangenen zehn Jahre berichten werde, ist mein persönliches Geschenk an mich selbst.

Was Euch hier erwarten wird: Geschichten …

  • darüber, wie alles begann,
  • über erste Gehversuche und Veröffentlichungen,
  • über Wegbegleiter*innen und Menschen an meiner (Buch-)Seite,
  • über meine Geschichten und
  • über besondere Momente aus den vergangenen zehn Jahren.

Zudem wird es auch „echte“ Geschenke – also solche zum Anfassen… – geben. Im Sommer erzähle ich Euch dazu mehr. Und ich möchte noch mehr Geschenke verteilen. Nämlich an Menschen, denen es nicht so gut geht, wie mir. Das wird im Herbst hier Thema sein. Ich freue mich, wenn Ihr gemeinsam mit mir mein Autorinnen-Jubiläum feiert und hier mitlest. Viel Spaß dabei!

Es gibt etwas zu feiern!

Warum es diesen Blog überhaupt gibt? Der Grund ist: Es gibt etwas zu feiern! Mich gibt es nämlich seit zehn – in Zahlen: 10 – Jahren!!! Also nicht mich persönlich natürlich. Das wäre ganz schön untertrieben. Und ein Jüngermachen um so viele Jahre erscheint mir sowieso sinnbefreit.

Was es aber seit zehn Jahren gibt, ist die Schriftstellerin Petra Bartoli y Eckert. Und diese Anzahl von Jahren wollte ich nicht so einfach abhaken. Ich hatte das Gefühl, dass dadurch das, was in den vergangenen zehn Jahren passiert ist, beliebig werden würde. Deshalb wird mein 10-jähriges Autorinnen-Jubiläum gefeiert. Wo? Hier! Und auf meiner Facebook-Seite. Und sicherlich auch zu Hause bei mir mit einem Gläschen Sekt. Gut, dazu seid Ihr jetzt nicht alle eingeladen. Aber dafür hier: Bitte mitlesen, mitfreuen, mitmachen und mitfeiern! Der Countdown für die Jubiläumsfeierlichkeiten läuft. Ab 01. Mai gibt es dann ein halbes Jahr lang Geschichten über und aus den vergangenen zehn Jahren meines Schriftstellerinnen-Daseins. Und noch einiges mehr. Ihr dürft gespannt sein!

Mein Leben vor dem Schreiben: Was mit Kindern…

Bevor ich Schriftstellerin wurde, hatte ich einen wirklich großartigen Beruf: Ich arbeitete als Sozialpädagogin mit verhaltensoriginellen Kindern und Jugendlichen. Diese Arbeit hat mich erfüllt. Gut, gestresst, genervt, zu Schweißausbrüchen getrieben und erschöpft hat sie mich manchmal auch. Da findet sich sicherlich jede und jeder von Euch wieder, wenn sie oder er an seine Arbeit denkt. Aber ich habe die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – gerade mit denen, die nicht immer auf der Sonnenseite des Leben standen – mit vollem Einsatz und Begeisterung gemacht.

In den ersten Berufsjahren war ich in einer stationären Heimgruppe, in der neun Kinder und Jugendliche lebten. Das war eine unglaublich intensive Zeit. Dann habe ich einzelne Jugendliche bei ihrer Verselbständigung begleitet. Hier war ich dann mehr Einzelkämpferin, was nicht immer einfach war. Was für ein Glück, dass ich für Rückfragen, bei Ratlosigkeit und Frust ein tolles Team an meiner Seite hatte.

Obwohl ich so gerne in meinem Beruf gearbeitet habe, kam irgendwann der Zeitpunkt, eine Entscheidung zu treffen. Wie es dazu kam und welche Konsequenzen die hatte, könnt Ihr in den folgenden Beiträgen lesen. Ich freue mich, wenn Ihr dran bleibt.

 

Wer schreibt denn hier? That’s me!

Wo seid Ihr denn hier gelandet? Tatatata: Auf dem Blog der Autorin Petra Bartoli y Eckert! Einige Dinge über mich könnt Ihr schon in den vorherigen Beiträgen und unter der Homepage-Rubrik „Über mich“ lesen. Hier nun aber noch fünf gaaanz wichtige Eckpunkte, die es über mich so zu sagen gibt: Ich…

  1. … bin zwar Schreibprofi, aber Blogger-Neuling.
  2. … schreibe nicht nur, sondern lese auch alles, was mir zwischen die Finger kommt: von Werbetexten und Telefonbucheinträgen über Firmenschilder und Beipackzettel. Dennoch: Bücher sind mir natürlich als Lesefutter am liebsten!
  3. … liebe Kunst: egal, ob gemalt, gespielt oder geschrieben. Selbst kreativ sein kann ich aber nur mit Worten. Mein Pinselstrich ist zu vernachlässigen und musikalisch liegt mein Talent ausschließlich im Bedienen des Abspielgerätes. Aber man kann schließlich nicht alles können.
  4. … lebe in einer Zwischenwelt zwischen Stadt, Land und Fluss: nämlich in einem mittelkleinen Ort in direkter Nähe zu einer Großstadt, einen Steinwurf entfernt vom Ufer eines der längsten Flüsse Europas. (Konntet Ihr mir folgen?)
  5. … mag gerne beides: Berge und Meer, Schokolade und Chips, alleine in meinem Büro zuhause und in meinem Co-Working-Space gemeinsam mit einer Autorenkollegin arbeiten. Ihr könnt das jetzt entweder entscheidungsschwach oder vielseitig und flexibel nennen 🙂

Renovierungsarbeiten abgeschlossen: Ich bin wieder on!

Nach fünf Jahren erscheint manches einfach etwas altmodisch. Denn die Zeiten ändern sich eben. Genau so war es auch mit meiner alten Autorinnen-Website. Die hat mir jahrelang gute Dienste geleistet: Sie war mein Schaufenster, meine Eingangstür, meine Visitenkarte. Doch nun musste etwas Neues her. Darum habe ich mich für eine „Renovierung“ – ein sogenanntes Relaunch – meiner Seite entschieden.

Wie gefällt Euch petra-bartoli im neuen Kleid? Manche Inhalte sind geblieben, andere wurden aktualisiert oder neu hinzugefügt. Das hat richtig Spaß gemacht. Denn das Vorbereiten der Homepage-Neugestaltung war eine Art Zeit der Rückschau. Dafür ist im Alltag einer Schriftstellerin – vermutlich im Alltag eines jeden Menschen – kaum Zeit. Für diese Gelegenheit des Rückblicks bin ich richtiggehend dankbar.

Macht Euch also selbst ein Bild vom neuen Outfit meiner Autorinnen-Homepage. Ich würde mich freuen, Euch hier öfter anzutreffen 🙂

Hurra, mein erster Beitrag!

Das ist er also, der erste Beitrag auf meinem neu eingerichteten Blog meiner Autorinnen-Website. Lange hat es gedauert, bis ich mich dazu entschieden habe, diese Plattform zu nutzen, um mehr über meine Arbeit und meinen Alltag als Kinder- und Jugendbuchautorin zu erzählen. Ab jetzt werdet Ihr hier etwa zweimal wöchentlich von mir lesen. Einen Anlass, warum ich gerade jetzt mit dem Bloggen anfange, gibt es auch. Aber dazu später mehr. Das ist nämlich eine echte Überraschungstüte! Denn es gibt einen Grund zu Feiern 🙂

Was ich Euch auf alle Fälle schon einmal verraten kann: Hier werdet Ihr über magische Worte, erste Schritte, einschneidende Entscheidungen, Rückschläge und nach-vorne-Schauen, Highligts und Sternstunden lesen. Eben über alles, was das Leben einer Autorin so prägt. Ich wünsche Euch viel Spaß dabei und kann nur sagen: Schön, dass Ihr da seid und hier mitlest!