Mein Brief an ein Kind aus Mosambik

Bitte unterstützt mein Spendenvorhaben anlässlich meines 10-jährigen Autorinnen-Jubiläums!

Ich habe eine eigene Spendenseite eingerichtet:

https://www.meine-spendenaktion.de/aktion/erfolgsgeschichten-bartoli10

Jede eingegangene Spende dort werde ich verdoppeln. Unser gemeinsames Ziel: 3000 Euro – also 1500 Euro von Euch und 1500 Euro von mir. Das schaffen wir! Ich freue mich, wenn Ihr mich bei diesem Vorhaben unterstützt!

Gerade die Arbeit der Organisation SOS Kinderdörfer weltweit liegt mir sehr am Herzen. Als erste Preisträgerin des SOS-Kinderliteraturpreises war ich 2012 in Afrika in Mosambik. Ich konnte dort erleben, unter welchen extremen Bedingungen die Kinder dort leben – und wie SOS Kinderdörfer hier hilft.

Für den African Child Day 2012 habe ich meine Gedanken über eine Eindrücke der Lebensbedingungen von Kindern in Mosambik in einem „Brief an ein mosambikanische Kind“ festgehalten:

Liebes Kind aus Mosambik,

wir fuhren mit dem Auto zum Teatro Avenida in Maputo, Mosambik. Stiegen aus, um einen Kaffee zu trinken. Da sah ich dich. Wie aus einem Mankell-Roman: klein, dürr, nackte Beine. Unsere Blicke trafen sich und Du lächeltest mich an. Ich winkte Dir zu, Du standst auf und hüpftest von einem Bein auf das andere. Dann stupste Dich ein Kind an. Es wollte weiter Matocosana mit Dir spielen. Du setztest dich wieder auf den sandigen Boden und hantiertest mit den Steinen, die man für dieses Spiel braucht. Ich beobachtete Euch. Das war ein Moment der Freude und des Vergnügens. Für Euch und für mich. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber was ich weiß ist, dass es viel zu vielen Kindern in deinem Land schlecht geht.
Dass viele von Euch Angst haben müssen. Angst davor, dass Eure Eltern es heute nicht schaffen werden, etwas zu essen für Euch und Eure Geschwister aufzutreiben.
Angst davor, bei Euren Streifzügen durch die Gegend vielleicht auf eine der immer noch im Boden schlafenden Landminen zu treten.
Angst davor, dass Eltern oder Geschwister sich mit dem HI-Virus anstecken und nicht überleben. Angst davor, dass morgen Euer Leben vielleicht noch weniger unbeschwert sein könnte als heute.
Dann stiegen wir wieder ein und fuhren weiter. Ich warf Dir zum Abschied noch einen Blick zu. Du musstest diesen Blick gespürt haben, denn Du sahst zu mir auf. Ich konnte Dir in dem Moment nichts schenken, als ein Lächeln. Du lächeltest zurück.
Und dieses Lächeln habe ich mitgenommen nach Deutschland. Ich habe es in mir behalten und dein Lächeln ist Anlass genug für mich, mich für ein gutes und glückliches Leben von Kindern in Deinem Land einzusetzen. Und das ist die Aufgabe von uns Erwachsenen – nicht nur in Deinem Land, sondern auf der ganzen Welt. Ich werde darüber sprechen und darüber schreiben, um alle daran zu erinnern, die das vielleicht vergessen haben.
Ich bin froh, dass ich Dich für einige Augenblicke kennenlernen durfte.

Deine Petra Bartoli y Eckert