Autor*innen schreiben nicht nur, sie lesen auch…

Ich bin sehr stolz darauf, dass meine Bücher zu den Lieblingsbüchern von Leserinnen und Lesern gehören. Aber selbstverständlich schreiben ich nicht nur Geschichten, sondern lese auch leidenschaftlich gerne. Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt: Und was liest eine Autorin dann so?

Ich verrate Euch heute meine zehn Lieblingsbücher, die mich entweder ganz aktuell begleiten, berühren und begeistern, oder schon mein Leben lange inspirierendes Lesefutter für mich sind:

  1. Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren, Oetinger, 1970)– ein Klassiker, der mich schon beinahe ein Leben lang begleitet. Ich glaube, darüber muss ich gar keine Worte verlieren…
  2. In meinen Träumen läutet es Sturm (Mascha Kaléko, dtv, 1978): Ich lese nicht nur gerne Belletristik, sondern auch Lyrik. Und Mascha Kaléko ist eine echte Herzenslyrikerin für mich!
  3. Der Chronist der Winde (Henning Mankell, dtv, 2002): Ich mag die meisten Bücher von Mankell. Dieses hat mich ganz besonders berührt – vielleicht weil ich selbst Mosambik schon einmal bereist und eine intensive Verbindung zu diesem Land habe. Ich mag aber auch Mankells Thriller. Was ich an Mankell außer seiner Literatur noch sehr schätze: Er hat ein SOS-Kinderdorf in Mosambik finanziert und in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik ein Theater aufgebaut. Wow!
  4. Ein fabelhafter Lügner (Susann Pásztor, KiWi, 2010): Die Geschichte erzählt das Leben von Joshi Molnár aus der Perspektive seiner jugendlichen Enkeltochter. Nicht nur dieses Buch, auch die beiden weiteren Romane der Autorin haben mich begeistert!
  5. Schneewittchen muss sterben (Nele Neuhaus, List, 2010): Ich liebe Krimis und Thriller. Vielleicht weil sie ein gutes Gegenstück sind zur Kinderliteratur, die ich selbst schreibe. Besonders gerne lese ich Nele Neuhaus. Dieser Band rund um das Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein ist einer meiner Lieblingskrimis.
  6. 28 Tage lang (David Safier, Kindler, 2014): Ich weiß noch, dass dieses Buch erst lange im Regal stand, bevor ich es schließlich gelesen habe. Die Geschichte spielt im Warschauer Ghetto und ist keine leichte Kost. Aber äußerst lesenswert!
  7. Der Club der Traumtänzer (Andreas Izquierdo, Dumont, 2015): Wie wird ein Schnösel zum mitfühlenden Menschen? Dieser Frage spielt in der Geschichte die Hauptrolle. Was mir sehr an dem Roman gefällt: Andreas Izquierdo lässt benachteiligte Kinder mitspielen – gut gezeichnet, authentisch und ohne Klischee. Hervorragend!
  8. Der Pfau (Isabel Bogdan, Kipenheuer & Witsch, 2016): Ein kleines, feines Buch über eine Tagung in einem Cottage, die aus dem Ruder läuft. Wer englischen Humor mag, wird dieses Buch lieben.
  9. Die Wunderübung (Daniel Glattauer, Goldmann, 2016): Ich liebe die Geschichten von Daniel Glattauer! Und dieses ganz besonders. Denn es ist ein Theaterstück, dass in äußerst humorvoller Weise eine Ehetherapie schildert. Überraschungen inbegriffen.
  10. Unterleuten (Juli Zeh, btb, 2017): Diese Buch hat zurecht viel Lob bekommen. Ich bin von der Sprache Juli Zehs begeistert, habe mir Sätze aus dem Buch auf der Zunge zergehen lassen und war fasziniert davon, wie die Autorin die Geschichte vorantreibt. Ein echtes literarisches Feuerwerk!