Das verschwundene Geschenk und andere Überraschungen

Einen neuen Weg als Kinderbuchautorin schlug ich 2011 ein. Mein erstes Erstleser*innen-Buch erschien! Das besondere an meinem ersten „Lesedetektiv“: Die Lizenzen dafür wurde von Carlsen für ein Pixi-Buch gekauft. Seitdem gibt es „Das verschwundene Geschenk“ also für Leseanfänger*innen im gewohnten Hardcover und als Miniausgabe im Pixibuch-Format.

Mittlerweile sind einige weitere Bücher in der Lesedetektiv- und Leseprofi-Reihe von Fischer DUDEN von mir erschienen:

Das Schreiben für Leseanfänger macht mir große Freude – und ist eine echte Herausforderung. Denn natürlich wollen die jungen Leser eine spannende, lustige und interessante Geschichte lesen. Dabei muss der Text aber so konzipiert sein, dass die Worte verstanden werden, die Sätze nicht zu kompliziert sind und die Geschichte nicht zu lange ist.

Im Moment schreibe ich gerade an neuem Lesefutter für Leseanfänger. Ihr dürft gespannt sein…

Gefühlsgeschichten – eine Erfolgsgeschichte

Meine Entscheidung, mich als Autorin selbständig zu machen, hat sich rundherum als gut erwiesen. Das zeichnete sich zum ersten Mal ab, als ich 2009 einen neuen Verlagskontakt knüpfte. Das geschah ganz intuitiv: Ich hatte – gemeinsam mit meiner Autorenkollegin Ellen Tsalos-Fürther – einige Geschichten für Kinder geschrieben, für die wir noch keinen Verlag hatten. Wir entschieden uns, die Texte dem Verlag an der Ruhr vorzustellen.

Innerhalb weniger Wochen bekamen wir Bescheid: Der Verlag wollte unsere Texte. Und er wollte sogar noch mehr davon. So entstanden nach und nach sieben Bände Vorlesegeschichten mit dem Untertitel „5-Minuten-Mitmach-Geschichten für Kita-Kinder“.

Die meisten der erschienenen Vorlesebücher fallen unter die Rubrik „Gefühlsgeschichten“.  Das passt irgendwie ganz wunderbar. Denn die Zusammenarbeit mit dem Verlag ist geprägt vom einem wirklich guten Gefühl. Mittlerweile sind 42(!) Bücher von mir beim Verlag an der Ruhr erschienen. Also nicht nur eine Gefühls-, sondern auch eine Erfolgsgeschichte!

Mein erstes Kinderbuch: Allererste Vorlesegeschichten

Nach meinem ersten Roman kam ein Kinderbuch. Hier war ich Mitautorin neben einigen anderen Autorinnen.

Während meiner Ausbildung zur Drehbuchautorin lernte ich eine Lektorin kennen, die als freie Mitarbeiterin für verschiedenen Kinderbuchverlage arbeitete. Sie holte mich für dieses Buch mit ins Boot. Meine Drehbuch-Ausbildung hat sich also im doppelten Sinne gelohnt: Ich habe viel dazu gelernt und konnte erste Netzwerke knüpfen.

Mein allererstes Kinderbuch war dann – wie sollte es anders sein: „Allererste Vorlesegeschichten“ 🙂 Gebunden, mit Lesebändchen, Knallgelb im Cover, renommierter Verlag (Fischer Duden), und das Beste: mit fünf Geschichten für 2-Jährige von mir. War das toll! Das Buch gibt es übrigens immer noch im Handel, mittlerweile gerelauncht und in einer Neuauflage. Das freut mich wirklich sehr.

Die Geburtsstunde meines ersten Romans

Mein erster Roman, den ich veröffentlicht habe, ist eine ganz besondere Geschichte. Sie ist nämlich eine Herzensgeschichte und im weitesten Sinne ein Vermächtnis, das ich bekommen und weitergegeben habe. Das hört sich jetzt doch sehr pathetisch an, merke ich. Darum fange ich lieber anders an, davon zu erzählen:

Den Mut, wirklich ernsthaft zu schreiben, fasste ich nach einem ziemlich traurigen Ereignis: Meine Oma war gestorben. Als ich klein war, war sie es, die mir Geschichten erzählte und mich in meiner Phantasie mit in andere Welten nahm. Das waren in der Regel keine Traumwelten, sondern vielmehr die Vergangenheit, in der sie selbst großgeworden war. So erfuhr ich über die Zeit kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende, über Kriegswirren und Wiederaufbau – und über ihr Leben damals als Mädchen und junge Frau auf dem Land.

Diese Geschichten faszinierten mich so sehr, dass ich mir immer vorgenommen hatte, sie auch einmal meiner Tochter zu erzählen. Als meine Oma dann starb, war mir schlagartig klar: Wenn ich die Geschichten jetzt nicht irgendwie festhalte, gehen sie verloren.

So begann ich, die Episoden aus dem Leben meiner Großmutter aufzuschreiben. Nach und nach merkte ich, dass daraus etwas ganz Neues entstand. Die Oma-Erzählungen waren nur noch die Grundidee. Ich begann, über die Zeit zwischen 1914 und 1955 zu recherchieren. Das Ergebnis war eine fiktionale Geschichte über eine junge Frau und ihre Großmutter mit Gegenwartstexten und Rückblenden: Glückssachen war entstanden.