SOS-Kinderliteraturpreis 2012

Im Mai 2012 wurde ich in Hamburg mit dem SOS-Kinderliteraturpreis 2012 ausgezeichnet. Das gehört zu den ganz besonderen Highlights der letzten zehn Jahre meines Autorinnen-Lebens. Die Auszeichnung wurde in Hamburg vom renommierten Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel verliehen, der in der Jury für die Auswahl der preiswürdigen Geschichten saß.

Mir und der Hamburger Autorin Cornelia Manikowsky, die auch ausgezeichnet wurde, wurde eine wunderschöne Skulptur einer indischen Künstlerin (siehe Bild zum Beitrag), die in einem SOS-Kinderdorf aufwuchs, übergeben, .

Michaela Braun, Aufsichtsratsmitglied der SOS-Kinderdörfer weltweit, hielt eine kleine Rede und betonte: „Den SOS-Kinderdörfern liegt es sehr am Herzen, das Lesen und Vorlesen zu fördern, denn es ist ein elementarer Bestandteil von Kindheit, ein Schlüssel zur Bildung und ein wunderbares Freizeitvergnügen auf der ganzen Welt.“

Was für ein toller Tag!

Die Verbindung, die seitdem zwischen mir und der Kinderhilfsorganisation „SOS Kinderdörfer weltweit“ besteht, ist tragfähig und ich unterstütze die Arbeit von SOS Kinderdörfer mit voller Überzeugung. Deshalb möchte ich zu meinem 10-jährigen Autorinnen-Jubiläum auch Geld an die Organisation spenden. Und ich lade Euch alle ein, mich dabei zu unterstützen!

Ich habe eine eigene Spendenseite eingerichtet:

https://www.meine-spendenaktion.de/aktion/erfolgsgeschichten-bartoli10

Jede eingegangene Spende dort werde ich verdoppeln. Unser gemeinsames Ziel: 3000 Euro – also 1500 Euro von Euch und 1500 Euro von mir. Das schaffen wir! Ich freue mich, wenn Ihr mich bei diesem Vorhaben unterstützt!

 

 

Dafür bin ich dankbar!

Seit zehn Jahren bin ich nun Schriftstellerin. In dieser Zeit ist mir so viel Gutes widerfahren, wofür ich sehr dankbar bin. Und das nicht nur als Schreibende, sondern auch als Mensch…

  • Ich muss mir keine Sorgen um die ganz elementaren Dinge im Leben machen: Ich habe ausreichend davon.
  • Ich habe Menschen um mich herum, die es gut mit mir meinen.
  • Ich lebe in einer wunderschönen Umgebung, die mich zum Schreiben inspiriert.
  • Ich hatte im Laufe der vergangenen zehn Jahre viele Begegnungen mit Menschen, die mich berührt, geprägt und begeistert haben.
  • Ich durfte in den vergangenen zehn Jahren viel reisen und Orte entdecken, die mich beflügelt haben.

Und weil das so ist, möchte ich gerne meine Dankbarkeit nicht nur äußern, sondern auch etwas weitergeben. Darum werde ich in den kommenden vier Wochen über eine Zeit in meinem Schriftstellerinnen-Leben berichten, die mich nachhaltig beeindruckt hat: Meine Reise 2012 nach Mosambik und den Besuch von SOS-Kinderdörfern dort im Land. Deshalb möchte ich dieser Kinderhilfsorganisation Geld spenden. Und ich würde mich freuen, wenn Ihr mitmacht.

Ich habe dazu eine eigene Spendenseite eingerichtet:

https://www.meine-spendenaktion.de/aktion/erfolgsgeschichten-bartoli10

Jede eingegangene Spende dort werde ich verdoppeln. Unser gemeinsames Ziel: 3000 Euro – also 1500 Euro von Euch und 1500 Euro von mir. Das schaffen wir! Ich freue mich, wenn Ihr mich bei diesem Vorhaben unterstützt!

 

Autor*innen schreiben nicht nur, sie lesen auch…

Ich bin sehr stolz darauf, dass meine Bücher zu den Lieblingsbüchern von Leserinnen und Lesern gehören. Aber selbstverständlich schreiben ich nicht nur Geschichten, sondern lese auch leidenschaftlich gerne. Vielleicht fragt Ihr Euch jetzt: Und was liest eine Autorin dann so?

Ich verrate Euch heute meine zehn Lieblingsbücher, die mich entweder ganz aktuell begleiten, berühren und begeistern, oder schon mein Leben lange inspirierendes Lesefutter für mich sind:

  1. Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren, Oetinger, 1970)– ein Klassiker, der mich schon beinahe ein Leben lang begleitet. Ich glaube, darüber muss ich gar keine Worte verlieren…
  2. In meinen Träumen läutet es Sturm (Mascha Kaléko, dtv, 1978): Ich lese nicht nur gerne Belletristik, sondern auch Lyrik. Und Mascha Kaléko ist eine echte Herzenslyrikerin für mich!
  3. Der Chronist der Winde (Henning Mankell, dtv, 2002): Ich mag die meisten Bücher von Mankell. Dieses hat mich ganz besonders berührt – vielleicht weil ich selbst Mosambik schon einmal bereist und eine intensive Verbindung zu diesem Land habe. Ich mag aber auch Mankells Thriller. Was ich an Mankell außer seiner Literatur noch sehr schätze: Er hat ein SOS-Kinderdorf in Mosambik finanziert und in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik ein Theater aufgebaut. Wow!
  4. Ein fabelhafter Lügner (Susann Pásztor, KiWi, 2010): Die Geschichte erzählt das Leben von Joshi Molnár aus der Perspektive seiner jugendlichen Enkeltochter. Nicht nur dieses Buch, auch die beiden weiteren Romane der Autorin haben mich begeistert!
  5. Schneewittchen muss sterben (Nele Neuhaus, List, 2010): Ich liebe Krimis und Thriller. Vielleicht weil sie ein gutes Gegenstück sind zur Kinderliteratur, die ich selbst schreibe. Besonders gerne lese ich Nele Neuhaus. Dieser Band rund um das Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein ist einer meiner Lieblingskrimis.
  6. 28 Tage lang (David Safier, Kindler, 2014): Ich weiß noch, dass dieses Buch erst lange im Regal stand, bevor ich es schließlich gelesen habe. Die Geschichte spielt im Warschauer Ghetto und ist keine leichte Kost. Aber äußerst lesenswert!
  7. Der Club der Traumtänzer (Andreas Izquierdo, Dumont, 2015): Wie wird ein Schnösel zum mitfühlenden Menschen? Dieser Frage spielt in der Geschichte die Hauptrolle. Was mir sehr an dem Roman gefällt: Andreas Izquierdo lässt benachteiligte Kinder mitspielen – gut gezeichnet, authentisch und ohne Klischee. Hervorragend!
  8. Der Pfau (Isabel Bogdan, Kipenheuer & Witsch, 2016): Ein kleines, feines Buch über eine Tagung in einem Cottage, die aus dem Ruder läuft. Wer englischen Humor mag, wird dieses Buch lieben.
  9. Die Wunderübung (Daniel Glattauer, Goldmann, 2016): Ich liebe die Geschichten von Daniel Glattauer! Und dieses ganz besonders. Denn es ist ein Theaterstück, dass in äußerst humorvoller Weise eine Ehetherapie schildert. Überraschungen inbegriffen.
  10. Unterleuten (Juli Zeh, btb, 2017): Diese Buch hat zurecht viel Lob bekommen. Ich bin von der Sprache Juli Zehs begeistert, habe mir Sätze aus dem Buch auf der Zunge zergehen lassen und war fasziniert davon, wie die Autorin die Geschichte vorantreibt. Ein echtes literarisches Feuerwerk!

 

Zehn Jahre: Meine Wegbegleiter*innen als Autorin

Zehn Jahre bin ich also nun freiberuflich als Autorin tätig. In diesen Jahren gab es natürlich Höhen und Tiefen. Aber was es vor allem gab: Menschen, die mich begleitet haben, die an ich geglaubt, mich unterstützt und … mich ausgehalten haben. Zehn Menschen, Gruppen und Organisationen sind für mich – nicht nur aus Sicht der Schriftstellerin – ganz besondere Wegbegleiter:

  1. Der erste, der immer an meiner Seite war, war mein Mann. Er hat meine Entscheidung, als Schriftstellerin meine Brötchen zu verdienen, unterstützt, mich ermutigt, mich bei Tiefschlägen aufgebaut und Erfolge mit mir gefeiert. Er ist also der beste Ehemann, den man sich als Autorin nur wünschen kann 🙂
  2. Dann war da natürlich meine Tochter. Sie hat – wie Ihr bereits lesen konntet – sogar ein Buch mit mir gemeinsam geschrieben. Darüber hinaus war sie immer neugierig, an was ich arbeite. Und ich glaube, das war ihr gar nicht mal peinlich… 🙂
  3. Auch meine Eltern waren meine Wegbegleiter. Sie hatten zwar nicht direkt mit meinen Texten zu tun. Aber sie haben alle meine Bücher im Regal stehen und haben es ausgehalten, als ich ihnen erzählte, dass ich meinen Job im öffentlichen Dienst an den Nagel hängen werde…
  4. Meine Mentorin am Anfang meiner Schriftstellerinnen-Zeit war Lotte Kinskofer. Von der hatte ich Euch ja schon erzählt. Vielen Dank, liebe Lotte, für Tipps, Unterstützung, Basics und Dein offenes Ohr!
  5. Ganz wichtige Wegbegleiter*innen für mich waren und sind meine Co-Autor*innen: Diana Lucas, Ellen Tsalos-Fürter und Michael Fenske. Was für eine Freude, mit Euch zusammen zu arbeiten!
  6. So eine Schriftstellerin braucht auch Publicity. Und da hatte und habe ich einige wirklich großartige Wegbegleiter*innen. Allen voran die beiden Journalistinnen Astrid Gamez und Isolde Hilt (Betreiberin des Portals good-news-for-you), denen ich mich freundschaftlich verbunden fühle.
  7. Ja, auch eine Organisation kann Wegbegleiter sein. Seit 2010 fühle ich mich SOS-Kinderdörfer weltweit sehr verbunden. Warum das so ist, werdet Ihr in etwa einer Woche ganz genau und ausführlich erfahren.
  8. Ganz wichtig an meiner Seite waren und sind viele meiner Freund*innen, die nicht nur immer ein offenes Ohr für mich haben, sondern auch großartige Testleser*innen meiner Manuskripte sind: Danke Diana, Marion, Astrid, Katrin, Uli und Petra.
  9. Meinen ersten großen Verlag, der mir als Autorin die Türen geöffnet hat, war der Verlag an der Ruhr. Ich arbeite immer noch wahnsinnig gerne mit allen Redakteurinnen und Redakteuren aus den verschiedenen Sparten des Verlags zusammen. Was für eine Freude!
  10. Und natürlich muss ich an dieser Stelle unbedingt alle Leserinnen und Leser meiner Bücher als Wegbegleiter*innen aufführen: Danke für so viel Interesse und Begeisterung! Das beflügelt mich.

Eine Autorin zum Anfassen

Mehrmals im Jahr heißt es für mich als Autorin: Eine Lesereise steht an. Das ist  immer eine aufregende Sache. Nicht nur, weil ich dafür meinen Koffer packen muss und auf keinen Fall die Zahnbürste vergessen darf.

So eine Lesung ist ein bisschen wie auf einer Bühne stehen. Und da ich in der Regel vor Kinder lesen, ist mein Publikum auch immer sowohl kritisch als auch „echt“ und direkt. Deshalb nehme ich mir immer viel Zeit, um eine Lesung vorzubereiten. Ich überleg mir einen guten Einstieg, mit dem ich die jungen Zuhörenden gleich mitnehme. Schon vorher lege ich fest, welche Passagen ich vorlese und wo ich Fragen an die Kinder stelle. Ich habe die Illustrationen der Bücher dabei, um sie an die Wand zu werfen. Und ein kleines „Zuckerl“ habe ich meistens auch im Gepäck.

Nach der Lesung gibt es dann immer eine Fragerunde: Was wollen die Kinder von der Autorin noch wissen? Hier für Euch die Top-Ten der originellsten Fragen bei meinen bisherigen Lesungen:

  1. Wie viele Bücher schreibst du so am Tag?
  2. Du bist ja schon so alt. Hast du auch schon geschrieben, als du jung warst?
  3. Arbeitest du auch irgendetwas Normales?
  4. Hast du auch „Harry Potter“ geschrieben?
  5. Wie viel verdienst du so als Schriftstellerin?
  6. Muss man als Schriftstellerin in der Schule gut in Deutsch gewesen sein?
  7. Bist du das auf der Autogrammkarte? Sieht dir gar nicht ähnlich…
  8. Gibt es deine Bücher auch bei Aldi zu kaufen?
  9. Kannst du auch bei Regenwetter Geschichten erfinden?
  10. Schreibst du auch mal was mit Einhörnern?

 

Radiogeschichten: Für Ohrenbär und Betthupferl schreiben

Von mir gibt es auch was auf die Ohren! Denn ich schreibe nicht nur für Buchverlage. Von mir erscheinen auch immer wieder Radiogeschichten für Kinder. Das gehört auch zu den Highlights der vergangenen zehn Jahre.

2008 lief meine erste Radiogeschichte in der Sendung Ohrenbär beim Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb): Lena und die Schrumpfwut. Mittlerweile waren von mir bei Ohrenbär fünf Geschichten mit unterschiedlich vielen Folgen zu hören. Die letzte Geschichte – Was Violetta Veilchenblau erfindet – lief Anfang März dieses Jahr. Auch für das Betthupferl beim Bayrischen Rundfunk (br) habe ich mehrere Geschichten geschrieben.

Die Herausforderung, Radiogeschichten zu schreiben, besteht darin, dass der Text genau die richtige Länge haben, gut sprechbar und jede Folge aufeinander aufbauend und dennoch für sich alleine zu hören sein muss. Und dann braucht es natürlich auch noch die passende Idee für diese besonderen Geschichten. Das macht wirklich Arbeit. Aber es ist auch einfach megatoll, wenn man schließlich die eigene Geschichte von großartigen Sprecher*innen und Schauspieler*innen vorgelesen bekommt!

Immer weitergehen: Fortbildungen für Autor*innen

Musiker*innen üben jeden Tag. Beim Lernen einer Sprache braucht es regelmäßige Wiederholungen. Ich finde, auch als Schriftstellerin muss man sich weiterentwickeln. Und dazu mache ich immer wieder Fortbildungen und gehe zu Seminaren.

Es ist gar nicht so leicht, Angebote für freiberufliche Autor*innen zu finden. Doch alle Fortbildungen, die ich bisher besucht habe, haben mich bereichert und mich weitergebracht. Ich war beispielsweise einige Male bei der Sommerakademie der Bücherfrauen, denen ich angehöre. Das waren echte Sternstunden, denn dieses Seminar wird jedes Jahr auf Sylt angeboten. Da wirkt also nicht nur der Inhalt, sondern auch die Umgebung 🙂

Das beste an Fortbildungen für Autor*innen ist: Dort gibt es die Möglichkeit, sich mit andern Schreibenden, die das beruflich machen, zu vernetzen. So konnte ich über die Jahre ganz wunderbare Kontakte zu Kolleg*innen knüpfen, von denen wir gegenseitig profitieren. Ich rufe an dieser Stelle ein großes Dankeschön ins Worldwideweb und hoffe, es kommt bei allen Autor*innen-Kolleginnen meines Netzwerks an!

Fanpost öffnen: Diese Momente, die ganz besonders sind…

Es gibt viele Momente, in denen ich meine Arbeit als Autorin liebe. Das Öffnen von Fanpost gehört definitiv ganz oben auf diese Liste! und genau darum halten die Sommermonate meistens echte Highlights für mich bereit. Denn häufig werden meine Bücher in der Schule als Klassenlektüre am Ende des Schuljahres gelesen. Und anschließend fordern Lehrer*innen dazu auf, einen Brief an die Autorin zu schreiben.

Wenn also ein dicker Umschlag vom Verlag kommt, freue ich mich schon, weil ich ahne, was darin ist. Und das ist meist ein wahrer Schatz: Ein Brief von jeder Schülerin und jedem Schüler. Da bekomme ich dann blaue Tinte auf weißem Papier mitgeteilt, ob den Kindern das Buch gefallen hat, was sie besonders mochten, was vielleicht anders besser gewesen wäre und ob sie sich eine Fortsetzung der Geschichte wünschen.

Häufig sind die Brief noch mit wunderschönen Bildern der Kinder verziert. Diese Briefe zu lesen, ist wirklich großartig. Und natürlich bekommt jedes Kind eine persönliche Antwort von mir. Ich finde, das muss sein. Denn wer sich so viel Mühe gemacht hat, für den muss man sich auch Mühe machen!

Schreibarbeit ist Recherchearbeit

Es ist kurz nach Mitternacht. Aus meinem Büro ist das Klappern der Tasten auf meinem Laptop zu hören. Neben mir steht eine halbleere Flasche Rotwein. Der Papierkorb unter meinem Schreibtisch quillt über – lauter zusammengeknülltes Papier mit verworfenen Geschichtenanfängen… – Nein, dieses Autor*innen-Klischee trifft nicht wirklich auf mich zu.

Ich bin eine sehr disziplinierte Schreiberin. Die Zeiten, in denen ich schreiben, sind in der Regel – wie bei allen anderen Berufstätigen – von vormittags bis abends. Wenn ich im Schreibfluss bin, dann natürlich auch mal darüber hinaus. Und Schreiben bedeutet nicht nur, Worte in die Tastatur zu hämmern. Vor und während des Schreibprozesses nimmt die Recherchearbeit für eine Geschichte einen großen Teil meiner Arbeit ein.

Das mache ich wirklich gerne: Mir Details zu einem Thema anlesen, mich mit Menschen unterhalten, die meine Geschichte mit eigenem Wissen oder Erlebnissen weiterbringen. Das alles ist genauso meine Arbeit, wie das Aufschreiben der Geschichte, die dann in meinem Kopf wächst. Und: Durch die Recherchearbeit wird eine Geschichte manchmal plötzlich ganz anders, als ich sie mir anfangs zurechtgelegt hatte. Denn schließlich müssen die Fakten stimmen und die Personen in der Geschichte authentisch sein.

Schreiben ist für mich also sehr vielfältig und bedeutet genaues Beobachten, Nachfragen, Nachlesen und eine Struktur entwickeln. Aber natürlich ist  schließlich das eigentliche Schreiben das, was die Geschichte dann aufs Papier bringt. Und etwas, das ich voller Leidenschaft tue! 🙂

Wie riecht Glück?

Heute stelle ich Euch ein ganz und gar außergewöhnliches Buch vor. Es ist nicht nur von mir, sondern auch von einer Mitautorin, die ich über alles liebe: Meine Tochter. Das Buch, um das es geht, ist als Gemeinschaftswerk entstanden, beim Schenk Verlag erschienen und trägt den Titel „Glück riecht nach Hundefell„.

Die Geschichte zur Geschichte: Als meine Tochter elf war, kamen gerade viele Menschen auf der Flucht im Süden Spaniens an. Meine Tochter verfolgte diese Situation in den Kindernachrichten interessiert und betroffen. Leider war das Ankommen der Menschen an der Südküste Spaniens oft erschütternd und nicht immer wurden sie gut aufgenommen. Der Großvater meiner Tochter – mein Schwiegervater also – war Spanier und  Franziska suchte das Gespräch mit ihm.

Irgendwann sprach sie mich an: „Mama, ab wann können denn Kinder eigentlich Bücher schreiben?“ Und dann erzählte sie mir von ihrer Idee, eine Geschichte über Fliehen und Ankommen zu schreiben, die gut ausgeht. Wir beschlossen, diese Geschichte gemeinsam anzugehen. Etwa acht Monate schrieben wir beide jeden Abend zusammen an der Geschichte weiter. So ist der Kinderroman „Glück riecht nach Hundefell“ entstanden: Die 11-jährige Alice muss mit ihrer Mutter und ihren Brüdern ihr Heimatland Nigeria verlassen. Nach einer turbulenten Flucht landen sie in Spanien, versuchen dort Fuß zu fassen, ihre Ängste in den Griff zu bekommen und ein neues Zuhause zu finden.

Mittlerweile ist das Buch leider vergriffen. Aber als E-Book ist es noch erhältlich. Und: Es hat an Aktualität nicht verloren. Ein echtes Herzensprojekt des Mutter-Tochter-Autorinnen-Teams!