Der Einstieg: ein steiniger Weg

Vor etwas mehr als elf Jahren war mein erster Roman fertig. Was war ich stolz! Hatte ich doch über Monate Abend für Abend nach Feierabend damit verbracht, an meinem alten PC (der damals auch noch im ziemlich kalten Keller stand) Kapitel um Kapitel zu schreiben, wieder zu löschen und neu anzufangen. Jetzt war ich also am Ende angelangt. Und merkte in meiner ersten Euphorie gar nicht, dass das eigentlich erst der Anfang war. Denn bis ich schließlich meine Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln in Händen halten konnte, sollte noch eine gefühlte halbe Ewigkeit vergehen.

Ich schickte mein Manuskript damals an unzählige Verlage. Am Anfang dachte ich noch: „Der Roman würde toll ins Programm des Diogenes Verlag passen.“ Also schickte ich den Papierstapel mit meiner Geschichte nach Zürich – und bekam Monate später eine Absage. Genau so erging es mir mit etlichen anderen großen Verlagen. Entweder wollten sie meinen Roman nicht. Oder sie meldeten sich erst gar nicht zurück.

Erst nachdem meine damalige Mentorin mir riet, mich doch an kleine regionale Verlage zu wenden, nahm meine Verlagssuche Fahrt auf. Schließlich bekam ich von einem unabhängigen Kleinverlag (Spielberg) eine Zusage. Der Verleger war von meiner Geschichte überzeugt. Mein Buch hatte endlich eine Verlagsheimat gefunden. Als die ersten Exemplare meines Buches dann bei mir per Post eintrafen, war ich tagelang trunken vor Freude!